Patenschaftsprogramme

Aktuelles zu den Patenschaftsprogrammen

 

Seit März 2020 fallen im Zuge der Corona-Pandemie leider viele Präsenzveranstaltungen zu meinem großen Bedauern fast vollständig aus. Die Flure im Paul-Löbe-Haus, wo mein Büro ist, sind also nach wie vor gespenstisch leer.


Stattdessen haben wir viele Treffen wie die beliebten Jugendbeteiligungsformate digital veranstaltet. Das kam gut an, die Nachfrage war riesig – zu Recht, denn die Programme sind spannend.


So fand vom 15. bis 19. März 2021 der 17. Jugendmedienworkshop im Deutschen Bundestag statt. Mit einem eigenen journalistischen Beitrag konnten sich junge interessierte Menschen für die Teilnahme bewerben. Dass zu den 25 bundesweit ausgewählten Teilnehmer*innen Leann Krüger aus Bad Malente-Gremsmühlen, eine extrem engagierte junge Frau aus Ostholstein, gehörte, hat mich riesig gefreut.


Sechzig junge Frauen nutzten den Girls' Day am 22. April, um mehr über den Arbeitsalltag von uns Politikerinnen zu erhalten. Corona bedingt fand auch dieses Treffen leider nur digital statt. Das Programm des Girls' Day 2021 der SPD-Bundestagsfraktion nutzten mit Nele Mosebach und Dorothea Weiß auch zwei Oberstufenschülerinnen des Eutiner Weber-Gymnasiums. Mit ihnen sprach ich mittags 1,5 Stunden persönlich. 

Girls' Day mit dem Blick hinter die Kulissen

Nele Mosebach und Dorothea Weiß sprachen als Teilnehmerinnen des Girls'Day 2021 mit Bettina Hagedorn. Das digitale Exklusiv-Interview dauerte 1,5 Stunden. (Foto: Büro Hagedorn)


Am 22. April 2021 veranstaltete die SPD-Bundestagsfraktion wieder den "Girls'Day", der natürlich Corona bedingt leider auch nur digital stattfinden konnte. Der persönliche „Blick hinter die Kulissen“ live im Berliner Reichstag ist natürlich attraktiver, aber auch digital haben bundesweit 60 junge Frauen die Möglichkeit genutzt, Einblicke in den Arbeitsalltag von Politikerinnen und ihren Mitarbeiterinnen zu gewinnen. Dabei diskutierten sie mit SPD-Frauen aus den
verschiedensten Politikbereichen.

Das digitale ganztägige Programm des „Girls'Day 2021“ der SPD Bundestagsfraktion nutzten mit Nele Mosebach und Dorothea Weiß auch zwei Oberstufenschülerinnen vom Eutiner Weber-Gymnasium und waren quasi
„live“ bei diesem Spitzenprogramm dabei.

Mit den beiden 18-jährigen Schülerinnen war ich als fester ‚Programmpunkt‘ mittags 1,5 Stunden zur Videokonferenz verabredet, die ich lange vorher in meinem vollen Terminkalender „geblockt“ hatte. So kam ich direkt von der Regierungsbank in dieses muntere Gespräch und freute mich über Neugier und Enthusiasmus der beiden jungen Frauen, die mir zur „Einstimmung“ vorab einen kleinen Videodreh mit ihrer Vorstellung geschickt hatten. 

Persönliches Treffen fest verabredet

Nele und Dorothea hatten viele Fragen mit einer großen Bandbreite, die ihnen „unter den Nägeln brannten“ und die ich Ihnen gerne exklusiv beantwortete. Das hat natürlich Lust gemacht auf „MEHR“, und so haben wir ein persönliches Treffen in Eutin fest verabredet, sobald die Kontaktbeschränkungen das wieder zulassen. Und fest versprochen ist auch ein Praktikum in meinem Berliner Büro, sobald Corona das wieder erlaubt. 

Ich vermisse den direkten Austausch gerade mit den jungen Leuten seit über einem Jahr sehr – das digitale Treffen mit Nele Mosebach und Dorothea Weiß hat der Lust auf persönliche Treffen und Gespräche an den Schulen einen ordentlichen Schub verpasst.

Malenterin beim 17. Jugendmedienworkshop

Mit Leann Krüger am 12.03.2021 in Bad Malente-Gremsmühlen.
(Foto: Büro Hagedorn) 


Vom 15. bis 19. März 2021 fand der jährliche Jugendmedienworkshop im Deutschen Bundestag für junge an Journalistik interessierte Schüler und Schülerinnen statt. Mit der Einsendung eines eigenen Beitrags konnten sich junge Menschen für die Teilnahme bewerben. Aus all den Bewerber*innen
wurden bundesweit  25 Te i l n e h m e r * i n n e n ausgewählt. Ich habe mich riesig gefreut, dass mit Leann Krüger aus Bad Malente eine extrem engagierte junge Frau aus Ostholstein am 17. Jugendmedienworkshop des Bundestages 2021 teilnahm!

Einwöchiges Online-Format

Natürlich wäre es für Leann noch spannender gewesen, diesen Workshop ‚live‘ in Berlin zu erleben und dort die Bundespolitik und den Hauptstadt-Journalismus aus nächster Nähe kennenlernen zu dürfen. Aber wie sie mir freudestrahlend erzählte, war auch das einwöchige Online-Format, für das sie von ihrer Schule freigestellt wurde, in der Federführung der Bundeszentrale für politische Bildung sehr professionell und spannend organisiert, und die Vernetzung der 25 jungen Teilnehmer*innen klappt offensichtlich auch hervorragend.

Seit 15 Jahren unterstütze ich dieses Projekt aus voller Überzeugung, da es jungen Menschen nicht nur ein tieferes Verständnis für die parlamentarischen Abläufe und politischen Zusammenhänge in unserer Demokratie eröffnet, sondern zusätzlich auch Medienkompetenz und journalistisches Know-how vermittelt. 

"Stadt, Land, Flucht..."

Da der Workshop in diesem Jahr nur virtuell veranstaltet werden konnte, habe ich Leann Krüger als meine Begleitung zu einem themenpassenden Termin in ihrem Heimatort Bad Malente mitgenommen. Das diesjährige Thema des Workshops war „Stadt, Land, Flucht?! – Lebens- und Wohnräume heute und in Zukunft“

Thematisch passend besuchten wir gemeinsam mit meiner Landtagskollegin Regina Poersch auf Einladung von Bürgermeisterin Tanja Rönck und im Anschluss an die positive Entscheidung des Haushaltsausschusses über eine 3-Millionen-Förderung für die Sportstätten in Bad Malente-Gremsmühlen die Gemeinde. Wir tauschten uns – im Beisein von „echten“ Journalist*innen der regionalen Presse – darüber aus, wie es nun in der Gemeindevertretung und Verwaltung mit der Umsetzung der ehrgeizigen Schul- und Sport-Neubau-Projekte Dank dieser hohen Bundesförderung weitergehen soll. So bekam Leann Krüger gleichzeitig einen direkten und authentischen Einblick in einen Teil der Arbeit als Journalistin in der Regionalpresse. 

Ich wünsche ihr für ihren zukünftigen Berufsweg alles erdenklich Gute!

Die Patenschaftsprogramme im Überblick

Im Laufe meiner politischen Arbeit in Berlin habe ich viele verschiedene Patenschaftsprogramme oder Initiativen zur Beteiligung selbst auf den Weg gebracht und viele andere Programme unterstützt. Einige von diesen möchte ich Ihnen hier vorstellen.

Parlamentarisches-Patenschafts-Programm (PPP)

1983 wurde mit dem Parlamentarischen-Patenschafts-Programm ein deutsch-amerikanisches Austauschprogramm ins Leben gerufen, durch das jedes Jahr 350 Jugendliche aus allen Wahlkreisen in Deutschland die Chance auf einen einjährigen Aufenthalt in Amerika erhalten, der durch den Deutschen Bundestag finanziert wird.
Ich freue mich, denn bis jetzt habe ich jedes Jahr als „Patin“ an diesem Programm teilgenommen und konnte so Jahr für Jahr einem Jugendlichen aus Ostholstein/Nordstormarn die Chance geben, für ein Jahr in die USA zu gehen. Das Patenschaftsprogramm wird vom deutschen und amerikanischen Parlament gemeinsam getragen und organisiert.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, welche einzigartigen Erfahrungen damit verbunden sind. Die Integration in eine amerikanische Familie und ins dortige Schulsystem eröffnen die Chance auf völlig neue Horizonte – dieses Erlebnis prägt junge Menschen ganz anders, als es jede Ferienreise in fremde Länder je erreichen kann. Für alle, die mehr über das Parlamentarische-Patenschafts-Programm erfahren wollen oder sich bewerben möchten, gibt es Informationen auf den Seiten des Deutschen Bundestags.

Jugendpressetage und Jugendmedienworkshop

Seit 1999 lädt die SPD-Bundestagsfraktion jedes Jahr zu dem dreitägigen Jugendpressetag ein, an dem junge Redakteurinnen und Redakteure aus ganz Deutschland, die für Schülerzeitungen oder -Internetseiten schreiben, in die Hauptstadt kommen und macht sie mit dem politischen Treiben im Regierungsviertel vertraut. 

Dabei treffen die Jungjournalisten mit SPD-Bundestagsabgebordneten und Journalisten in Berlin zusammen, um in Pressegesprächen und Diskussionsrunden ihre Wünsche und konkreten Erwartungen an die Politik zu formulieren – und natürlich auch, um kritische Fragen zu stellen. Höhepunkte des dreitägigen Programms sind: 

  • eine Pressekonferenz mit dem Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion 
  • ein Gespräch mit der Presseabteilung des SPD-Parteivorstandes 
  • ein Besuch der Studios von ARD bzw. Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) 
  • eine Diskussion mit Abgeordneten der SPD-Bundestagsfraktion 
  • ein Gespräch mit Hauptstadtjournalisten und
  • der Besuch einer Plenarsitzung.




Jugendmedienworkshop

Alternativ zu den Jugendpressetagen der SPD-Fraktion gibt es ebenfalls den Jugendmedienworkshop des Bundestages. In zahlreichen virtuellen Gesprächsrunden und Redaktionssitzungen erhalten die Jugendlichen zwischen 16 und 20 Jahren Einblicke in die Aufgaben und Arbeitsweisen des Parlaments, sie können Abgeordnete interviewen, lernen das journalistische Handwerkszeug kennen und widmen sich gemeinsam mit dem Deutschen Bundestag, der Jugendpresse Deutschland und der Bundeszentrale für politische Bildung großen politischen Fragestellungen.

Girls' Day

Der bundesweite Mädchen-Zukunftstag "Girls'Day" wird von mir seit einigen Jahren tatkräftig unterstützt. Immer wieder lade ich junge Frauen in meine Büros in Berlin und Eutin ein, mich einen Tag zu begleiten, um zu erfahren und zu erleben, wie der Tag einer Bundestagsabgeordneten ablaufen kann. Mit diesen Aktionen sollen junge Frauen dazu ermuntert werden, sich über Arbeitsfelder zu informieren, die sie bei einer Berufswahl nur selten in Betracht ziehen. "Frauen und Handwerk, Frauen und Technik, Frauen und Politik – kein Widerspruch mehr, aber leider auch immer noch keine Selbstverständlichkeit.

weltwärts-Freiwilligendienst

Das Programm wurde 2008 vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ins Leben gerufen, um junge Menschen in ihrem Engagement für die Eine Welt zu unterstützen. Es richtet sich an Menschen zwischen 18 und 28 Jahren aus Deutschland, die sich für mehrere Monate, meist ein Jahr, in einem Land Asiens, Afrikas, Lateinamerikas, Ozeaniens oder Osteuropas engagieren möchten (Nord-Süd Komponente) sowie an junge Menschen zwischen 18 und 29 Jahren aus den genannten Regionen, die den Freiwilligendienst in Deutschland leisten möchten.

Jugend und Parlament

Einmal Abgeordneter oder Abgeordnete sein: Jedes Jahr im Juni schlüpfen über 300 Jugendliche aus dem gesamten Bundesgebiet in die Rolle von Bundestagsabgeordneten. Beim Großplanspiel „Jugend und Parlament“ können sich politisch interessierte Jugendliche als Redner und Politstrategen im Deutschen Bundestag ausprobieren. Die Teilnehmer*innen übernehmen für vier Tage die Rollen von fiktiven Abgeordneten und simulieren vier Gesetzesinitiativen unter realen Bedingungen. 

Betriebsrätekonferenz

Betriebsräte sind unverzichtbare Interessenvertreter und -vertreterinnen für tausende von Mitarbeiter*innen auch in Ostholstein und Nordstormarn, die in konfliktreichen Zeiten zum Wohle von Arbeitnehmer*innen und Betriebsstandorten oft genug einen zunehmend schweren Stand haben. Aus diesem Grund gehören die jährlichen Betriebsrätekonferenzen in Berlin zu meinem Pflichtprogramm. 

Wirtschaftsjunioren 

Seit 2003 unterstütze ich die Initiative „Know-how-Transfer“ der Wirtschaftsjunioren. Bei dieser Initiative, an der sich in den letzten Jahren jeweils ungefähr 200 Bundestagsabgeordnete beteiligt haben, erhielten die teilnehmenden Unternehmerinnen und Unternehmer einen umfassenden Einblick in das politische Tagesgeschehen. Über den persönlichen Kontakt zu „Ihren“ Abgeordneten und der Teilnahme an verschiedenen Sitzungen und Ausschüssen, wie der SPD-Fraktionssitzung oder dem Ausschuss für Wirtschaft und Technologie, gelingt ein Wissenstransfer zwischen Politik und Wirtschaft.